Der erste Virtuelle Fischereiverein

Kurzurlaub vom 29.06. – 02.07.17 in Seltz im Elsass

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(Bericht von Peter May)

Zur Lage
Das Ziel meiner Kurzferien war Seltz. Seltz ist ein eigentlich unbedeutendes kleines Dorf im Elsass, unweit von Strassburg (ca. 50 km) sowie Deutschland entfernt und von Bern mit dem Auto in ca. 3½ Stunden locker erreichbar.
Aber Seltz ist eigentlich kein Ort um Ferien im herkömmlichen Sinn zu machen. Dem Dorf mangelt es etwas an den typischen Dorfcharakteren wie man sie z.B. aus Riquewihr gewohnt ist. Aber es ist eine gepflegte Gegend mit genügend Einkaufsmöglichkeiten.

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Was die Gegend allerdings auszeichnet sind die vielen kleinen und mittelgrossen Seen. Diese werden über das Grundwasser des Rheins gespiesen und sind meistens glasklar. So auch der Storchensee, welchen ich zum Fliegenfischen ausgewählt habe.

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Dieser See beherbergt Bach-, Regenbogen- und Goldforellen (Oncorhynchus aguabonita). Die Fische erreichen unglaubliche Grössen, Exemplare bis 5 kg sind jederzeit möglich.
Eine neue Besatzvorschrift schreibt vor, dass Fische über 2 kg wieder zurückgesetzt werden sollten.
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Direkt am See befindet sich die Patentausgabestelle in Form eines Automaten. Die Tageskarte kostet € 22.-, 1 Fisch pro Tag darf behändigt werden.
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Für nicht fischende Personen lädt die Gegend zu Tierbeobachtungen - insbesondere die verschiedensten Vogelarten - ein. Dabei sind die vielen Störche mit ihrem lautstarken Geklapper ein wahres Highlight.
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Eine weitere Variante ist das Pilze sammeln. Steinpilze und Pfifferlinge sind hier leicht zu finden.
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Fischereimethoden
Am Storchensee ist nur Fliegenfischen erlaubt (Nass, Trocken, Streamer, Nymphen und alle anderen Fantasiegebilde). Selbstverständlich wird ohne Widerhaken gefischt. Auch wenn du bereits den einen Fisch behändigt hast, ist Weiterfischen immer noch erlaubt (allerdings gilt dann ‘catch and release‘). Die Fischerei ist mit einer Ausnahme das ganze Jahr
hindurch möglich. Die beste Zeit - so wurde mir berichtet - ist der Winter und das Frühjahr (bis Ende Mai). Im Juli und August ist das Fischen wegen des heissen Wetters und dem dadurch zu warmen Wasser nicht gestattet. Man will mit dieser Massnahme verhindern, dass die Fische durch Beangelung nicht noch weiteren Stress erfahren müssen.

Die Unterkunft
Im Gegensatz zu früheren Jahren bin ich erstmals  in der „Auberge de la Forêt“ abgestiegen (42 route de Strasbourg – 67470 – SELTZ). Die Unterkunft liegt nur ca. 10 Fussminuten vom See entfernt. Die Gästezimmer sowie das gesamte Hotel sind äusserst sauber und der Service hervorragend!

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Auberge-foret-seltz.com

+33 3 88 86 50 45

 

Und was taugt der Spruch "Schlemmen wie Gott in Frankreich" wirklich?
Jean-Louis Werlen, seine Frau sowie das ganze Team beherrschen ihren Job in sehr hohem Masse. Was da jeweils auf unseren Tellern serviert worden ist, war schlicht hammermässig!

Das absolute Highlight war dann der Samstagabend: Wildschwein und Lamm am Grillspiess!!

Liebe Leser: da pfeife ich aufs Kalorienzählen und wünschte mir viel mehr, dass "der Buckel doch auch noch Bauch wäre".

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Zusammenfassung
Ja, ich werde wieder kommen! Ein paar erholsame Tage in einer sympathischen Umgebung, die sehr schönen Zimmer, das hervorragende Essen sowie die Chance, eine Grossforelle fangen zu können lassen mir keine andere Wahl!
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Eine Bemerkung habe ich noch: der Storchensee ist kein Forellenpuff! Woher ich das weiss? Ganz einfach: meine deutschen und französischen Fischerkollegen sowie ich hatten an unserem letzten Tag nicht einen einzigen Biss (und ich verspreche der Leserschaft, dass wir ALLES gegeben haben).

Irgendwie erinnern mich solche Situationen an unsere Bergseen.....

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PS: Nächster Beitrag von Pege erscheint Anfang August. Thema: Fischen in Galtür (A).

 

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