Der erste Virtuelle Fischereiverein

Tipps und Tricks für Petri-Jünger

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Auf dieser Stelle will ich Ihnen einige nützliche Tipps und Tricks aufzeigen, die mir persönlich beim Angeln weitergeholfen haben. Im Laufe meiner Anglerpraxis habe ich mir einige nützliche Tricks angewöhnt, die ich hier an unsere Besucher und Leser weitergeben möchte – lesen Sie hier mehr über relevante Themen und Kleinigkeiten, die des Fischers Leben vereinfachen. Eventuell finden Sie an dem einen oder anderen Tipp & Trick Gefallen und Verwendung.

Wenn Sie selbst einen guten und nützlichen Tipp oder Trick kennen, von dem Sie meinen, er sollte hier erwähnt werden, dann würde ich mich freuen,  wenn Sie uns diesen per E-Mail zukommen lassen würden – wir werden Ihren Beitrag dann ebenfalls auf dieser Seite veröffentlichen.

 

Fliegenfischen: Hechelfliegen

Der Kauf von künstlichen Fliegen ist eine kostspielige Angelegenheit. Auch die Eigenproduktion derselben erfordert einiges an materieller Investition und zeitlichem Aufwand.

Nach einer intensiven Verwendung  und speziell nach dem Fang von Fischen sehen unsere Fliegen häufig doch recht ramponiert aus: zerknittert und voller Schleim. Wenn die Fliegen dann noch nass in der Fliegenschachtel versorgt werden, scheint eine weitere künftige Verwendung praktisch nicht mehr möglich zu sein – man hat den Eindruck, die Fliege ist ruiniert. Dem ist aber nicht so!

Ich richte meine Fliegen dann so wieder her: Ich spüle die Fliegen in klarem Wasser. Dann bringe ich in einer Pfanne das Wasser zum Kochen. Jetzt nehme ich ein Teesieb, gebe die Fliegen dazu und schwenke diese kurze Zeit über dem Wasserdampf bis sich – oh Wunder – die Hecheln wieder aufrichten (bei fehlendem Teesieb kann die Fliege auch mit einer Pinzette über den Wasserdampf gehalten werden).

Danach mit dem Fön oder in der Luft trocknen.

 

Rutenpflege Korkgriffe

Rutengriffe aus Kork präsentieren sich nach einer Fischsaison oftmals schmutzig und weisen – wegen fehlender Ösen zum Hakeneinhängen –  Beschädigungen im Kork auf.

Damit Korkgriffe wieder sauber und hell werden, nässe ich diese mit lauwarmem Wasser, nehme ein Geschirrspülmittel und eine Handbürste und wasche den Kork damit gründlich ab. Danach trockne ich den Kork mit einem Lappen und lasse den Rutengriff an einem warmen Ort vollständig austrocknen.

Für die Ausbesserung der Löcher im Kork verwende ich ein Gemisch aus Epoxikleber und Korkmehl. Das Korkmehl / den Korkstaub erzeuge ich aus Flaschenkorken.  Diese zerreibe ich entweder auf Schleifpapier oder, wenn ich größere Mengen brauche, durch Andrücken an einen laufenden Bandschleifer.

Das Gemisch drücke ich mit einem Spachtel so tief in die Löcher, dass keine Hohlräume bleiben.  Jetzt trage ich noch trockenen Korkstaub auf die Stelle auf und sorge damit später für eine natürliche Farbe.

Um die ausgebesserten Stellen entferne ich bereits jetzt das überschüssige Material und lasse den Griff austrocknen. Nach Austrocknung bearbeite ich mit Schleifpapier die ausgebesserte Stelle, bis der Korkgriff glatt ist und wie neu daherkommt.

Rutenpflege Führungsringe und Rutenblank

Sie alle kennen das wahrscheinlich: Beim Fliegenfischen z.B. mit beschwerten Nymphen knallt Ihnen diese irgendeinmal an den Rutenblank. Oder beim Zapfenfischen bei eingehängter Montage, schlägt das Blei beim Gehen im Takt gegen den Rutenblank (und immer an dieselbe Stelle!).

Dass dies zu Lackschäden führt, ist offensichtlich. Der Lack an den modernen, sehr dünnwandigen und leichten Ruten dient allerdings nicht primär der Zierde, sondern ist mitverantwortlich für deren Festigkeit und Elastizität. Lackschäden sind – nebst Autotüren und Kofferraumdeckel – die häufigsten Verursacher von Rutenbrüchen! Wenn Sie also Lackschäden feststellen, besorgen Sie sich für deren Ausbesserung geeigneten Lack bei Ihrem Fachhändler (gibt’s in kleinen Flaschen für wenig Geld).

Überprüfen Sie zudem auch alle Führungsringe auf winzige Risse und andere Schäden. Ersetzen Sie fehlerhafte Ringe sofort, da Sie sonst die Schnur beschädigen.

Steckverbindungen

Beim Zusammenbau der Ruten achte ich darauf, dass Steckverbindungen immer ineinander gedreht und nicht einfach zusammengeschoben werden. Das Verdrehen (1/4 bis 1/2 Umdrehung) sichert die Passung besser als einfaches Zusammenschieben. Das Vaterstück der Verbindungen reinige ich  öfters mit Graphite-Rutenwachs oder mit gewöhnlichem Paraffin Wachs (Kerzenwachs).  Zum einen wird dadurch dem Abrieb durch Staub und Schmutz vorgebeugt, zum anderen bleibt die Kraftübertragung erhalten. Verwenden Sie auf keinen Fall Öl oder Fett!

Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass sich Rutenteile – weil man sie zu fest zusammengesteckt hat – nicht mehr trennen lassen. Hier ist es hilfreich, wenn man Gummihandschuhe (wie für den Abwasch) dabei hat. Damit kann man die glatte Rutenoberfläche besser packen. Auch die Veränderung der Temperatur (Rute in das kalte Flusswasser legen oder in die warme Wohnung nehmen hilft). Niemals Fön/Heizung benutzen, dadurch können Harz, bzw. Fasern beschädigt werden.

In diesem Sinn: PETRI-HEIL!

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